Berliner gründen „Club der 100-Jährigen“

Dreistelliges Lebensalter ist Voraussetzung für Clubmitgliedschaft/Bundesweit bereits 51 Mitglieder/Forum für Geschichte und lebendige Erinnerungen: Zeitreise durch ein Jahrhundert mit Ausstellungen

Berliner gründen "Club der 100-Jährigen"

Gründertreffen zum Club der 100-Jährigen im Berliner Alloheim Am Lichterfelder Ring.

BERLIN – Geburtsjahrgang 1914 oder früher – das ist die ungewöhnliche Eintrittskarte in den neuen außergewöhnlichen „Club der 100-Jährigen“. Zehn Gründungsmitglieder aus den Alloheim Senioren-Residenzenen haben zu Beginn der Woche den Grundstein für den bundesweiten Zusammenschluss gelegt. „Nur wer ein dreistelliges Lebensalter erreicht hat, kann unserem Club beitreten“, sagt Gründungsmitglied Elisabeth Wegener (100) aus Berlin-Lichterfelde. 51 Mitglieder aus bundesweit 52 Alloheim Senioren-Residenzen gehören dem Club bereits an.

Mehr als 1.000 Jahre Zeitgeschichte haben sich zur Gründungsversammlung getroffen: „Die Clubmitgliedschaft ist ein schönes Ziel“, lacht Sprecherin Elisabeth Wegener. Bei durchweg guter Laune schwelgten die hochbetagten Senioren in Erinnerungen und tauschten intensiv Geschichten und Erlebnisse aus. Aufgrund ihres Alters erlebten sie nicht nur persönlich das endende Deutsche Kaiserreich, sondern auch die Weimarer Republik, beide Weltkriege und die Gründung der Bundesrepublik, sie lebten im geteilten und wiedervereinigten Deutschland und haben acht Bundeskanzler kommen und sieben gehen sehen.

Gründungsidee nach Ulk
„Eher zufällig entstand die Idee zu diesem Club“, erklärt Oliver Stemmann, Regionalleiter der bundesweit 52 Alloheim Senioren-Residenzen, „in einer unserer Einrichtungen ulkten beim Mittagessen zwei 100-Jährige, dass man eigentlich einen entsprechenden Altersclub ins Leben rufen müsste, damit man sich unter Gleichaltrigen austauschen können. Nachdem wir festgestellt hatten, dass derzeit 51 Hundertjährige bei uns ihren Lebensabend verbringen, wurde aus dieser Idee Realität.“

Zeitzeugen berichten
Willkommen im Club sind nicht nur die Bewohner, sondern alle Bürger, die mindestens 100 Jahre alt sind. Die Jubilare erhalten eine Ehren-Urkunde für den „Club der 100-Jährigen“ und können u. a. in den Einrichtungen mit ihrer Familie Geburtstage feiern. „Soweit möglich, soll der Club aber auch die Tür zu einem bewegten Clubleben öffnen“, ergänzt Oliver Stemmann, „junge Menschen sollen die Möglichkeit haben, Zeitzeugen ganz real befragen zu können.“ Auf diese Möglichkeit und auf die beeindruckenden Lebensleistungen der Clubgründer wies Norbert Schmidt (CDU), Bezirksstadtrat für Soziales und Stadtplanung, in seiner Festrede hin. Er stellte dabei die „lange Zeit des Friedens“ heraus, die ja „für die Clubmitglieder aufgrund eigener Erfahrungen keine Selbstverständlichkeit sei“.

Bundesweite Sonderausstellungen geplant
Im Zuge des Clublebens sind regelmäßige, bundesweite Sonderausstellungen zu bestimmten Epochen geplant, zu denen die Bevölkerung eingeladen ist und bei denen die „Hunderter“ persönliche Dokumente oder Exponate zeigen werden. So soll ein generationsübergreifendes Forum für ein geselliges Miteinander geschaffen werden. „Schließlich“, so Stemmann, „haben 100-Jährige nicht nur eine faszinierende geschichtliche Vergangenheit, sondern auch viele Interessen und Hobbies, die sie noch immer gerne mit anderen teilen.“

Das Alter ist weiblich
49 der nach heutigem Stand 51 Club-Mitglieder in den Alloheim-Einrichtungen sind weiblich; drei von ihnen haben sogar schon ihren 104. Geburtstag hinter sich. Sie bestätigen, was Altersforscher behaupten und die Statistik belegt: Das Alter ist weiblich, denn die Zahl 100-jähriger Frauen ist deutlich höher als die der Männer.
Aber nicht nur das Alter haben die Clubmitglieder gemeinsam: Die Frage, wie sie es geschafft haben, so alt zu werden, können sie einfach nicht mehr hören. Die Antwort wäre angesichts der vielfältigen Lebensentwürfe spekulativ, auch wenn Experten den Trend zunehmenden Alters der Gesellschaft auf gesundes Essen, soziale Kontakte und letztlich auf moderne Medikamente und ein an sich gutes Leben zurückführen. Und das wollen die Clubmitglieder auch nach ihrem 100. Geburtstag in vollen Zügen genießen.

Bildtext:
Gründertreffen der besonderen Art: Im Berliner Alloheim „Am Lichterfelder Ring“ trafen sich 1.000 Jahre Zeitgeschichte zum Start des „Club der 100-Jährigen“. (Foto: Ines Meier)

Bildrechte: Ines Meier für Alloheim Senioren-Residenzen Bildquelle:Ines Meier für Alloheim Senioren-Residenzen

Über die Alloheim Senioren-Residenzen (www.alloheim.de)
Zur Gruppe gehören bundesweit zurzeit 52 stationäre Pflege-Einrichtungen (davon zwei im Bau) mit ca. 6.000 Pflegeplätzen, 18 Einrichtungen mit Betreutem Wohnen sowie fünf ambulante Dienste. Das Unternehmen beschäftigt rund 4.200 Mitarbeiter. Unter dem Dach der Alloheim Senioren-Residenzen gibt es drei Leistungsbereiche: Stationäre Pflege, Ambulante Pflege und Betreutes Wohnen. Die Philosophie der Häuser besteht in einem hohen Qualitätsanspruch in den Bereichen Wohnen, Lebensqualität, Betreuen, Service und Pflege. Die Gruppe bietet individuelle Wohn-, Betreuungs- und Pflegeformen aus einer Hand – für Menschen aller Pflegestufen.

Alloheim Senioren-Residenz
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Lichterfelder Ring 187-189
12209 Berlin
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